Bahnpolizei West Berlin

Die Bahnpolizei in West Berlin wies einige Besonderheiten auf.

Am 14.08.1946 beschloß der Alliierte Kontrollrat, daß die Deutsche Reichsbahn die Betriebsrechte in gesamt Berlin behält. Der Sitz der Deutschen Reichsbahn befand sich im Ostteil der Stadt.

Somit trug die Deutsche Reichsbahn für alle Betriebseinrichtungen der Eisenbahn auch in West Berlin die Verantwortung. Die Bahnpolizei der sowjetischen Besatzungszone, später der Transportpolizei (ab 1949 der DDR) war auch für die Bahnanlagen in West Berlin zuständig.

Angehörige der Deutschen Volkspolizei / Transportpolizei taten Dienst in Uniform und bewaffnet.

Ab 1961, Mauerbau, blieb die Zuständigkeit zunächst unverändert, im September 1961 wurde die Transportpolizei abgezogen. 

1962 wurde die Bahnpolizei auf dem Territorium West Berlin gegründet und die hoheitlichen Aufgaben auf dem Gebiet der Bahnanlagen West Berlins übertragen.

Die Angehörigen der Bahnpolizei waren Mitarbeiter der Deutschen Reichsbahn mit Wohnsitz in West Berlin, unterstanden der Deutschen Reichsbahn, waren unbewaffnet, ausgerüstet mit Schlagstock, Knebelkette und ggf. Diensthund.

Die Ausbildung erfolgte durch die Transportpolizei in Ost Berlin.

Ab 1984 entfiel die Zuständigkeit für die S Bahn in Berlin West weil diese an die BVG bzw. den Berliner Senat überging.

Die Bahnpolizei Berlin West bestand bis 1990, einige Bahnpolizisten wurden dann in den Bundesgrenzschutz übernommen.

 

 

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